Gedanken zur Tageslosung

Montag, 23.3.2020 - von Pfrin. von Kietzell

Herr, du bist’s allein, du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darinnen ist. (Nehemia 9,6)

„Gott hat sich immer wieder deutlich zu erkennen gegeben – durch all das Gute, das er tut: Vom Himmel her gibt er euch Regen und lässt die Ernte reifen. Er schenkt euch Nahrung und erfüllt euer Herz mit Freude.“ (Apg 14, 17)

Haben Sie es gehört?

In diesen Zeiten, in denen nur noch wenige Autos fahren, hört man es noch einmal intensiver: Die Vögel haben wieder angefangen zu singen. Schon im frühen Morgengrauen ist ihr Gezwitscher zu hören. Es tschilpt und trällert, flötet und pfeift aus jedem Busch und von jedem Baum. Der Frühling hat begonnen und die Vögel singen davon. Noch pfeift dazu ein kalter Ostwind. Doch die Vögel trotzen ihm, als wollten sie den Winter hinter sich lassen und die wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings herbeisingen.

Die Tageslosung lädt ein zu lauschen und zu beobachten: Gott hat dies alles gemacht. Den Himmel und die Erde und alles, was darauf ist. Halleluja!

In diesen Tagen kommt uns das „Halleluja“ nur zaghaft über die Lippen. Geschlossene Schulen und Kindergärten, geschlossene Geschäfte und öffentliche Einrichtungen: Bei vielen von uns hat sich der Alltag verändert. Einerseits bleibt viel mehr Zeit als sonst, die Natur um uns herum zu beobachten und uns auch daran zu erfreuen. Andererseits sind wir unruhig und besorgt angesichts der Corona-Nachrichten in unserem Land und auf der ganzen Welt. Und wir erkennen, dass auch Krankheit und Leid, Sterben und Tod ein Teil der Schöpfung Gottes sind.

Wenden wir uns mit unserer Zerrissenheit an unseren Schöpfer und erinnern wir uns. Was haben wir nicht alles mit unserem Gott schon erlebt?

Der Apostel Paulus ruft den Menschen in Erinnerung: „Gott hat sich immer wieder deutlich zu erkennen gegeben – durch all das Gute, das er tut: Vom Himmel her gibt er euch Regen und lässt die Ernte reifen. Er schenkt euch Nahrung und erfüllt euer Herz mit Freude.“ (Apg 14, 17)

„…durch all das Gute, das Gott tut…“ Mögen wir in diesen Tagen Augen und Ohren haben auch für all das Gute, das Gott uns schenkt. Mögen wir trotz bedrückender Nachrichten und existenzieller Sorgen auf Gott vertrauen können, dass er an unserer Seite ist und es gut mit seiner ganzen Schöpfung meint.

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